Der Herzstück von Streetfood? Die Menschen, die es verkaufen. Manche sind Quereinsteiger und haben sich ihren Lebenstraum erfüllt, andere sind Gastronom aus Leidenschaft und probieren sich nun an dieser neuen Form aus. Ich möchte euch gerne die Foodtrucks und Foodstände vorstellen, an denen ich Streetfood gegessen habe. Hier auf dem Blog findet ihr eine zusammenfassende Seite zu Foodtrucks und Foodständen, die regelmäßig um die einzelnen Beiträgen erweitert wird. Doch lange Rede, kurzer Sinn: Los geht’s mit dem ersten Foodtruck.

Wer keine Tomaten auf den Augen hat, sieht es schon von Weitem: Das Grün deutet auf gesundes Essen hin. Einbildung? Beim Foodtruck Veggiewerk nicht. Hier ist der Name Programm und es gibt eine kleine Karte an vegetarischen und veganen Leckereien. Ich verbinde etwas ganz Besonderes mit diesem Foodtruck, denn hier habe ich meine Liebe zu Süßkartoffelpommes entdeckt. Es waren die ersten Süßkartoffelpommes meines Lebens und seitdem sind viele weitere gefolgt.

Meine Süßkartoffelpommes vom Veggiewerk
Veggiewerk auf dem Street Food Weekend

Gesehen habe ich den Foodtruck von Veggiewerk das erste Mal beim Street Food Weekend in Mannheim im August 2015. Seitdem haben sie sich anscheinend gut durchgeschlagen, denn hier in der Region Süd-/Südwestdeutschland sind sie auf vielen Festivals zu sehen. Beheimatet sind sie in Koblenz und steuern ihr vegetarisches Essen bei vielen Wochenendfesten bei. Ich hätte ehrlich gesagt gedacht, dass bei so viel Publikum beim Street Food Weekend in Mannheim mehr vegetarisches Essen angeboten wird. Es kann natürlich sein, dass ich etwas übersehen habe, aber ich glaube, das Veggiewerk war der einzige rein vegetarische Foodtruck und auch sonst waren die anderen Stände sehr fleischlastig. Das heißt viel Publikum war vorprogrammiert, da vegetarische Gerichte (noch dazu im Sommer) viele Fans haben und – ich bin das beste Beispiel – sich natürlich auch Nicht-Vegetarier gerne vegetarisches Essen holen, wenn es denn lecker ist!

Das waren die Dips – wer die Wahl hat…
… hat die Quahl: Welcher Dip passt am besten zu den Süßkartoffelpommesß?

Beim Veggiwerk gab es eine kleine Auswahl an Gerichten – einen V-Burger, V-Bratwurst und eine Gemüsepfanne. Außerdem wurden normale Pommes und Süßkartoffelpommes als Snack angeboten. Da wir erwähnt das Veggiwerk ein bisschen die Alleinherrschaft über die Vegetarier auf dem Fest hatte, war die Warteschlange entsprechend lang und zur Mittagszeit kamen die drei Küche/Bedienungen schon echt ins Schwitzen. Positiv: die ungezwungene Atmosphäre. Wie bei einer bekannten amerikanischen Kaffeekette hat man bestellt, der Vorname wurde auf dem Bon notiert und wenn das Essen fertig war, wurde man aufgerufen. Es hat ein Weilchen gedauert, aber schließlich hielt ich meine Süßkartoffelpommes in der Hand. Street Food heißt für mich auch, offen für Neues zu sein und die Chance haben, für relativ wenig Geld Unbekanntes probieren zu können. Ich war etwas skeptisch, weil ich ein wahrer Pommes-Liebhaber bin und der Benchmark für gute Pommes bei mir schon ziemlich hoch hängt. ABER: Die Süßkartoffel-Pommes vom Veggiewerk müssen sich absolut nicht verstecken! Naturgemäß (das hängt an dem Gemüse selbst) waren die Pommes etwas weicher, aber sie waren in irgendwas panadenartigen gewälzt, was den gewissen Crunch beim herein beißen zurückgebracht hat. Als Soße habe ich mich für eine vegane Mayo entschieden, nicht etwa, weil ich auf das vegan so viel Wert gelegt hätte, sondern weil ich ehrlich gesagt einfach nur neugierig auf die Alternative zu normaler Mayo war. Diese hatte als Grundlage ein Senf-Meerrettich-Gemisch (was mich wiederum skeptisch machte, weil ich Meerrettich meistens als ziemlich penetrant in Erinnerung habe). Aber die Vorurteile waren unbegründet, denn durch die leichte Schärfe passte die Mayo super zu der Süße der Pommes und ich war froh über meine Wahl.

Mein Fazit: Das Angebot ist überschaubar, aber eine echte Veggie-Alternative. Und die Pommes würde ich auf jeden Fall wieder essen *schmatz*

P.S.: Sieht in euren Augen das Wort „Meerrettich“ eigentlich auch so komisch aus? Aber ich habe es extra nochmal nachgeschaut, wird wirklich so geschrieben 😉

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