Eines meiner Highlights in meinem neuen Schmöker über Streetfood ist eine Zeile gleich zu Beginn. Im Vorwort findet sich ein Satz, der vermutlich jeden Streetfood-Liebhaber das Herz höherschlagen lassen wird, weil er/sie sich wiedererkennt: „Foodtrucks holen das Leben auf die Straße“. Genau das ist es doch, was uns zu bekennenden „Streetfoodies“ macht, weil es einfach etwas anderes, eine direktere Art des Essens und Genießens ist. Und diese authentische, moderne Art des Streetfoods möchte die Autorin Elissavet Patrikiou in dem Buch „Lunch-Karawane“ einfangen.

Ein paar Zettel zum Nachmachen stecken auf jedem Fall im Buch "Lunch-Karawane"

Das klingt nach einem großen Projekt – ist es auch. Die letzte Seitenzahl ist 224, für ein Kochbuch ganz schön ordentlich. Wobei in dem Wort Kochbuch gleich schon der größte Vorteil und der schwerwiegendste Nachteil stecken: Denn dieses Buch ist mehr als nur ein Kochbuch. Gut, denn es fasst Streetfood als Kultur auf, begreift nicht nur das Essen, sondern auch – und gerade – das dahinter: Die Trucks, die Besitzer, die Köche, die (Geheim-)Rezepte, die Philosophie. Schade, denn wer das Buch primär zum Nachkochen in die Hand nimmt, wird vermutlich nicht umfassend fündig. Denn so vielfältig die Trucks, so sind denn dann auch die Rezepte: Total unterschiedlich im Geschmack und sie haben keine Linie. Wer also nur vegetarisch, nur Pasta oder nur Burger sucht, ist hier falsch. Richtig ist, wer nicht nur Interesse an den Rezepten, sondern auch an deren Geschichte hat.

Die Fakten:

  • Autor: Elissavet Patrikiou
  • Verlag: Matthaes
  • Rezeptanzahl: 70
  • Preis: 29,90 Euro

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Geschichten erzählen, Reportagen und Rezepten. Je nach dem, worauf man gerade Lust und Laune hat, gilt „alles kann, nichts muss“. Begleitet wird man bei seiner Entdeckungstour mit großflächigen, ansprechenden Bildern, künstlerisch durchmischt in schwarz-weiß als auch in Farbe. Wer sich mit dem Buch gemütlich auf die Couch verkrümelt und ein paar Foodtrucks und ihre Besitzer näher kennen lernen will, ist gut bedient. Denn es werden 12 Foodtruck-Betreiber näher vorgestellt – eine Seite mit ihrer Geschichte, ihrer Motivation und ihrem Konzept, dann folgt eine Fotoseite. Und dann kommen die „Hausrezepte“. Das ist im Gesamtpaket ein schöner Einblick in das Foodtruck-Geschäft – nicht unbedingt primär als Kochbuch, sondern als Streetfood-Buch mit Bildbandcharakter.

Der Foodtruck und die Story dahinter gibt es jeweils auf einer Doppelseite

Vorgestellt werden übrigens die folgenden Foodtrucks:

  • Kiezwagen Blank
  • Vincent vegan
  • Beet in the Box
  • Hackbaron
  • Kiezküche
  • Mexiko-Strasse
  • Pani Smak
  • Soul Food Truck
  • Massimos Pizzamobil
  • Kayseri Manti
  • Holy Dogs
  • Frau. Dr. Schneider’s Grilled Cheese Wonderland

Viel Spaß beim Stöbern wünsche ich euch jedenfalls – und wer aus Hamburg und Umgebung kommt, erkennt ja vielleicht den ein oder anderen Foodtruck wieder. Oder kann sich jetzt gezielt auf die Suche nach diesem machen.

Lust bekommen, selber reinzulesen? Das Buch bekommt ihr natürlich direkt beim Verlag oder in einem Offline- oder Online-Buchhandel eurer Wahl:

Lunch-Karawane: Foodtrucks, Rezepte und Geschichten*

Vielen Dank an den Mattaes-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Die Rezension spiegelt selbstverständlich meine eigene Meinung wider

*Affiliate Link: Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, bekomme ich – selbstverständlich ohne Mehrkosten für euch – eine kleine Provision. Die Einnahmen werden zu 100% verwendet, um euch auf streetfoodjunkies.de auch in Zukunft mit aktuellem Content rund um Streetfood zu versorgen. Danke!

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